Zwei Tage lang stand die Schachtel mit meinem neuen Duft von Byredo unausgepackt neben mir auf dem Scheibtisch. Ich konnte mich nicht dazu überwinden, das schöne Siegel an der Verpackung aufzubrechen. Zufällig hatte ich am Samstag Geburtstag, sonst wäre der Flakon wahrscheinlich immer noch in der Schachtel. Die Verpackung allein ist schon ein Geschenk. Heute habe ich dann gesehen, dass Garance Doré dem feierlichen Moment des Auspackens eine ganze Bildstrecke gewidmet hat. Zurecht. Schöne Dinge werden durch eine schöne Verpackung noch kostbarer. Diese wird ganz sicher bleiben, lange nachdem ich das Parfüm aufgebraucht habe. Ach ja, das Parfüm. Schwer zu beschreiben wie es duftet. Sofort vertraut. Jedes Mal anders. Puderig? Nein, doch süßlich. Mhm, oder herb? Fast eher fruchtig. Klingt nach einer Mischung, die schwindelig machen sollte, ist aber einfach köstlich. Bal D’Afrique trägt sich nicht wie ein Parfüm, sondern wie ein wertvoller Stoff. Ich habe meinen bei Anita Hass gekauft. Ohne die wunderbare Yvonne, die mir beim Schnuppern durch das Byredo-Sortiment irgendwann sagte: ‘Probier mal den, das ist mein liebster’, hätte ich ihn nicht entdeckt.
my new scent: bal d’afrique from byredo
la gamine
Das ist der Haarschnitt, den jede Frau im Kopf hat, wenn sie beim Friseur all ihren Mut zusammennimmt und sagt: Einmal das Modell Jean Seberg aus „Atemlos”, bitte. So wollte ich zumindest aussehen als ich die Haare so kurz trug. Meiner Freundin Nora gelingt der Look im Gegensatz zu mir ganz mühelos. Sie kommt zwar nicht aus Paris, könnte sie aber. Ihr Stil ist perfekt französisch, ihre Garberobe basiert auf Klassikern wie etwa schmalen schwarzen Hosen, gestreiften T-Shirts, blauen Hemden und Ballerinas, der knallrote Lippenstift ist meist auch dabei. So chic. Nora lässt sich die Haare im Salon Jasmin Kohlmayer in München schneiden. Damit ihr wisst, wo ihr hingehen müsst, um zu sagen: Einmal das Modell Nora, bitte.
Nora backt übrigens auch ganz fabelhafte Kuchen. Wahrlich das Sahnehäubchen auf einem perfektem Geburtstagwochende.
a bag for my notebook
Ich bin gestern für zwei Tage mit acht Taschen verreist. Acht. Die Handtasche musste natürlich mit. Zwei Etuis für die Handtasche, für Dinge wie Lipbalm, Kaugummi, Monate alte U-Bahn-Tickets, eben was man unbedingt griffbereit haben will. Eine Tasche für meine Kamera. Ein kleiner Koffer. Eine Kulturtasche. Baumwollbeutel für Schuhe. Das einzige, wofür ich keine vernünftige Tasche dabei hatte, war mein Notebook. Das steckt zwar in einer Hülle. Aber die transportiere ich entweder in der eh schon zu vollen Handtasche, im Koffer oder in einem Baumwollbeutel. Das muss aufhören. Es ist ein guter Computer, er verdient eine gute Tasche.
Problem: Ich habe bisher sehr wenige schöne Notebook-Taschen gefunden. Entweder sehen sie aus als könnte man damit eine Expedition an den Nordpol bestreiten, wo der Computer bei einem eventuellen Angriff von Eisbären gut geschützt wäre. Oder sie sind wunderschön, kosten aber so viel wie eine Expedition an den Nordpol.
Vielleicht könnt ihr mir ja helfen. Wo finde ich eine schlichte, funktionale, möglichst einfarbige und nicht allzu teure Tasche für mein Notebook?
pointy flats
Zwei Lieblingsdinge derzeit. Spitze Ballerinas, die ich bei H&M gefunden habe. Jawoll, H&M. Wer hätte denn gedacht, dass die so schöne Lederschuhe machen? Hier gibt es sie noch. Meine werden mich durch den Frühling begleiten. Genau so wie Pfingstrosen. Die Natur entwirft halt doch die allerschönsten Dinge.















