spruced by marlene

Spruced-OkkaRohd-Buch

okka’s book

Von Marlene | Veröffentlicht am: 1. Oktober 2014

Spruced-OkkaRohd-Buch

Ich durfte Okkas Buch „Völlig fertig und irre glücklich: Meine ersten Jahre als Mutter“ vorab lesen als ich hochschwanger war. Sie weiß es gar nicht, glaube ich, was für eine Freude sie mir damit gemacht hat. Ich hab mich jedenfalls zwei Tage lang im Wohnzimmer damit eingesperrt und mich eigentlich nur von der Stelle bewegt, um noch mehr Salzige Heringe zu holen. Und Taschentücher. Verdammt, musste ich beim Lesen immer wieder weinen, weil es so wahr ist was sie schreibt. Und laut lachen, weil es so wahr ist was sie schreibt. Wenn James zwischendrin mal ins Zimmer kam, habe ich gerufen: „Ich bin nicht die Einzige, der es so geht!“ Von allen Büchern, die ich zum Thema Schwangerschaft und Erziehung gekauft oder bekommen habe, ist Okkas das einzige, das ich wirklich gelesen habe. Es steht kein einziger Tipp darin, was man während der Schwangerschaft essen darf, oder wie man sein Baby zum Schlafen bringt, oder welches Spielzeug das Kind zum Nuklearphysiker macht. Sie hat einfach aufgeschrieben wie das so ist, mit den Fragen, der Freude, den absurden Essensgelüsten, die man in der Schwangerschaft hat (ich wiederhole: Salzige Heringe). Und damit habe ich mich besser vorbereitet gefühlt auf das Muttersein als mit jedem Ratgeber. Dieses Buch ist nachdenklich und schlau, es tröstet und muntert auf, es sagt: Es ist total in Ordnung nicht alles zu wissen und überfordert zu sein, auch mal schlechte Laune zu haben und sich trotzdem immer wieder über das große Glück zu freuen, ein Kind zu bekommen. Mit all dem habe ich mich weniger allein gefühlt. Und das ist ein echtes Geschenk. Danke, Okka.

„Völlig fertig und irre glücklich: Meine ersten Jahre als Mutter“ ist erschienen bei rororo und gibt es ab heute z.B. hier zu kaufen.

date night

Von Marlene | Veröffentlicht am: 29. September 2014

„Hast du ihn auch gerade gehört?“
„Nein, er schläft bestimmt.“
„Ich guck lieber schnell nach.“
„Und?“
„Ja, er pennt.“
„Wie spät ist es eigentlich?“
„Halb zehn.“
„Sollen wir…“
„…auch schlafen gehen?“
„Ja!“

Manchmal, bevor wir abends um halb zehn ins Bett fallen, denke ich daran, was meine Freundin Miriam mir geraten hat als ich noch schwanger war: Geht aus! Nur ihr zwei. Schniekes Restaurant, Fünf-Gänge-Menü, das volle Programm. Nur dann war ich ständig so kaputt, dass ich bloß meine schweren, schwangeren Beine hochlegen wollte und dabei oft vorm Fernseher einschlief.

Arlo ist jetzt vier Monate alt. Einerseits kommt es mir so vor, als wäre diese Zeit in Lichtgeschwindigkeit vergangen. Was daran liegen mag, dass unser Sohn ein menschlicher Powerriegel ist. Ich tippe kühn, dass sein erstes Wort „schneller“ sein wird. Schneller, Mama, trag mich, trag mich, trag mich, jetzt vorsingen, vorsingen, vorsingen, Papa, ich will trinkentrinkentrinken, nochmehrtrinken, trag mich wieder, los, los, los. Selbst nach einer großen Operation, die er letzte Woche durchstehen musste, ist er umwerfend voll Energie und Freude. Er entdeckt jeden Tag so viel Neues, was er am Leben absolut faszinierend findet, dass ich gar nicht dazu käme, das Leben ohne ihn zu vermissen.

Andererseits: Gab es nicht mal eine Zeit, in der ich vor 18 Uhr geduscht habe? Doch, ich bin mir auch sicher, dass ich früher beide Beine rasiert habe. Vor ein paar Tagen habe ich tatsächlich das rechte Bein ganz einfach: vergessen. Ich könnte jetzt schreiben, dass ich beim nächsten Bad daran gedacht habe. Aber das glaubt ihr mir eh nicht. Früher habe ich den Gummizug auch nicht für die größte modische Errungenschaft des Jahrhunderts gehalten. Oder Mahlzeiten danach beurteilt, ob ich sie mit einer Hand essen kann.

Das Schöne ist: wenn wir abends zusammen dasitzen, unendlich erschöpft und mit fetten Augenringen, dann will ich mit James trotzdem kein anderes Paar mehr sein als das, zu dem uns dieses Kind gemacht hat. Wir wussten vorher nicht, wie wir als Eltern sein würden. Ich glaube, wir machen uns. Zumindest sind wir durchhaltungsvermögender, geduldiger und nervenstärker als ich je gedacht hätte, dass wir es sein könnten.

Nur waren wir auch vorher schon ziemlich gut zusammen und dieses Paar vermisse ich manchmal. Wir haben uns vorgenommen, ab jetzt wieder öfter dieses andere Paar zu sein. Eines, das nicht nach Babyspucke duftet und sich mit Namen statt mit Mama und Papa anredet.

Ich stelle mir unsere erste Date Night in etwa so vor. Wir werden Sachen anziehen, die man zum Waschen in die Reinigung geben müsste. Wir werden essen gehen, am besten Steak, auf jeden Fall etwas, für das man beide Hände und scharfe Messer braucht. Ich werde zu viel roten Lippenstift tragen und waghalsig hohe Schuhe, nach zwei Gläsern Rotwein so angetüttert sein, dass ich auf dem Rücksitz vom Taxi rumknutschen will und meinen Mann das auch ausnutzen lassen. Und wir werden ganz lang ausbleiben. Also mindestens bis 23 Uhr.

Wie macht ihr das? Gibt es bei euch Date Nights? Und wie schafft ihr es dann, nicht den ganzen Abend über euer Baby zu reden?

„The Castle“ Clutch von Olympia Le-Tan | „Rouge Louboutin“ Nagellack von Christian Louboutin, über The Corner Berlin | Shimmer brick eye shadow Palette von Bobbi Brown | „Orgasm“ Rouge von Nars | Instant eye lift brightener von Trish McEvoy, über Liberty | „Le Volume“ Mascara von Chanel | „Teen dream“ lip pencil und „Lady Danger“ Lippenstift, von MAC

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book love: „wie eine wohnung…“

Von Marlene | Veröffentlicht am: 18. September 2014

Spruced-Wie-Eine-Wohnung-Luxat1

Pflanzen, die kopfüber von der Decke hängen – das muss ich sofort ausprobieren. Oder fang ich doch lieber damit an, den Badezimmerspiegel mit einem Tau zu befestigen? Nee, ich geh erstmal in den Keller und gucke, ob ich nicht ein altes Kabel finde, mit dem ich einen Spruch an die Wand zimmern kann.

So geht es mir beim Lesen von Steffis Buch „Wie eine Wohnung ein Zuhause wird“ ständig.

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inspiration: last days of summer

Von Marlene | Veröffentlicht am: 16. September 2014

Spruced-Claire-Beermann-Summer1

Ich suche meine Outfits derzeit vor allem nach einem Kriterium aus: Wie widerstandsfähig sind sie gegen Babyspucke? Vielleicht schaue ich mir deshalb die Streetstyle-Fotos von den Schauen gerade so gerne an. Erste Adresse, während Arlo morgens die Schulter von meinem ewig gleichen grauen Sweatshirt einsabbert, ist das Blog von Sandra, A Love Is Blind, wo sie mal wieder die tollsten Bilder von der Straße zeigt. Vor ein paar Tagen habe ich bei ihr ein Bild von Claire in dem gleichen orangefarbenen Rock von Jacquemus entdeckt, in dem ich sie letztes Jahr fotografiert hab, nur kombiniert mit einem anderen Hemd. Und mir gedacht: Dieses Orange macht so gute Laune wie die letzten warmen Sommertage, die gerade nach Berlin gekommen sind. Und auch: Ganz schön lässig und hochsympathisch, dass Claire ohne Riesenbudget oder durch Klamottensponsoring, sondern schlicht mit ihrem eigenen Stil auffällt. Genau darüber hat sie hier einen smarten Text geschrieben, zu dem sie auch ihre Looks von der New York Fashion Week zeigt. Jedes Outfit eine Inspiration. Nicht nur, wenn man wie ich davon träumt, mal wieder etwas zu tragen, das nicht bei 60 Grad gewaschen werden muss.

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body shop bb cream

Von Marlene | Veröffentlicht am: 23. August 2014

Spruced-TheBodyShop-BBCream

Ich liebe gerade alles, was Zeit spart. Einkaufen? Online. Essen? Am besten im Stehen und einhändig. Schuhe? Slipper. Kosmetik? Die BB Cream von The Body Shop. Bei The Body Shop hatte ich zuletzt in den 90er Jahren eingekauft, damals trug ich den White Musk-Duft und Lipbalm mit Erdbeergeschmack. Jetzt haben mich Okka, Fan der Colour Crush Shine-Lippenstifte, und Alexa, die auf die Vitamin-E-Serie schwört, wieder auf die Marke gebracht. Bei der BB Cream musste ich nicht lange rumprobieren, denn die Make-Up-Partikel in der Pflege passen sich dem Hauttyp an. Zudem ist sie einfacher zu handhaben als Foundation, deckt natürlich gut ab und – Bonus! – man kann sie durchaus einhändig auftragen. Es mag seltsam klingen, aber eine Spur getönter Tagescreme reicht schon für das Gefühl, nicht komplett als Muddi zu versumpfen. Besonders an den Tagen, wenn mir an der Supermarktkasse plötzlich auffällt, dass ich noch ein Spucktuch über der Schulter trage.

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