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a month in fashion (and other stuff) #4

Von Marlene | Veröffentlicht am: 12. Oktober 2015

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Letzten Monat habe ich ausprobiert, wie es ist, Beyoncé zu sein und in Kopenhagen ein komplettes Hotel für mich allein gebucht. Schön, das Hotel hat nur ein Zimmer. Trotzdem. Für eine Nacht kam ich mir vor wie ein Star. Was auch daran liegt, das im Central Hotel auf alles geachtet wurde: eine schnieke und dabei gemütliche Einrichtung, ein iPhone für die Zeit des Aufenthalts, aber auch, ganz altmodisch, Postkarten samt Briefmarken, feine Extras wie Zahnpasta von Marvis und Fahrräder zum Leihen, mit denen man bei den Kopenhagenern hübsch mithalten kann. Morgens bin ich vom Licht aufgewacht, das durch die kleine Dachluke über dem Bett fiel. Das ist jetzt fast zu viel, hab ich gedacht, und dann kam das Frühstück auch noch aus dem Café Granola, ein Lieblingsort in Kopenhagen.

Im Handgepäck mit gereist: Wild Rose Creme und Guava Body Butter von Korres in Probegrößen, die ich vor Ewigkeiten geschenkt bekommen habe. Hätte ich viel früher ausprobieren sollen. Besonders die Body Butter ist so reichhaltig und duftet so gut, dass man sie essen könnte.

Im Handgepäck mit zurück gereist: Cover, ein Magazin, das ich für Modestrecken wie die von Carmen Kass in Céline so liebe. Komplett zu sehen auf der Webseite der fabelhaften Fotografin Sascha Oda.

Ebenfalls mit mir zurück gereist: das gestreifte Shirt ‚Karon‘ von Étoile Isabel Marant (es ist extrem gefährlich, ohne Kind, aber mit Zeit zum Einkaufen zu verreisen, EXTREM gefährlich). Scheinbar schon überall vergiffen, bei Harvey Nichols hab ich’s online jetzt noch gefunden.

Ich bin spät zu weißen Turnschuhen konvertiert, dafür machen mich diese von H&M aus Leder so selig, dass ich sie mir gleich zwei Mal gekauft habe.

Perfekter Puderton für die Keine-Zeit-für-eine-Maniküre-Maniküre: Prima Ballerina von Essie.

Sollte ich irgendwann im Lotto gewinnen, kaufe ich mir einen Print von Slim Aarons. ‚Penthouse Pool‘? ‚Beverly Hills Hotel‘? Oder doch ‚C.Z. Guest‘? Als Lottogewinnerin nehme ich selbstverständlich alle. Bis dahin blättere ich weiter in dem Bildband Poolside, aus einer Zeit, als Jetsetter noch kein Instagram hatten und Slim Aarons ihr Hausfotograf war. Zum ganz-weit-weg-träumen.

Pretty Honest ist so, wie man es von der allwissenden Sali Hughes aus ihrer Beauty-Kolumne für den Guardian kennt: Lehrreich, ohne je zu langweilen, smart, unhysterisch und komplett vertrauenswürdig. Ein Buch, dass Schönheit ernst genug nimmt, um fünf Seiten mit Tipps zur richtigen Foundation zu füllen und gleichzeitig ohne mit der Wimper zu zucken Jerry Seinfeld zitiert („I don’t understand how a woman can take boiling hot wax, pour it on upper thighs, rip the hair out by the roots, and still be afraid of a spider“). Umwerfend. Ab November als Echt schön auf Deutsch erhältlich.

Eine der vielen Empfehlungen von Sali, die mein Make-Up mein Leben verändert hat: Pinsel von Laura Mercier wie die Corner Eye Colour Brush.

Lange überlegt, ob ich das Geld für Mermaid Shampoo und Conditioner bezahle, für das man auch ein Ticket bei EasyJet kriegt. Doch der Duft von Kokosnuss und Orangen, und Haare, die so weich sind, dass ich sie nicht mehr kämmen muss, waren’s mir wert.

Beauty-Fimmel des Jahres: Gesichtsöl. Nachdem die Flasche Hydrating Serum von Luxsit aufgebraucht war, jetzt mit dem Face Oil von Dr. Jackson aufgestockt, dass Rötungen in rosig pralle Haut umwandelt.

Unser zuhause duftet neuerdings nach Daidai Iro Airmist aus der Colors Japonica Serie von Aoiro und der Je t’aime Jane Kerze von Bella Freud (über Wald Berlin). Also ausgezeichnet.

Was kostet es, wie eine Kardashian auszusehen? Ab dem 5. November nicht viel, dann kommt die Kollektion von Balmain für H&M in die Läden. Im New Yorker spricht Designer Olivier Rousteing verblüffend unbedacht über die BalmainArmy, Busenfreundin Kris Jenner und seine Kritiker.

Ebenfalls aus dem New Yorker: „The Couture Club“, über die reichsten Mode-Kundinnen der Welt auf der Dolce & Gabanna Alta Moda Show in Portofino. Musste beim Lesen immer wieder die Kinnlade vom Boden aufheben.

„Inside Fashion’s Instagram Wars“ lohnt sich allein für die Überschrift.

Gucke ich gerade gerne: Die sechsteilige Serie „The Future of Fashion“ von Alexa Chung für British Vogue.

Das T Magazine hat die 50 besten Bilder aus einem Monat Fashion Weeks gesammelt.

An diese Kollektionen aus dem letzten Monat Schauen habe ich als Inspiration für nächstes Jahr Lesezeichen gemacht: Ellery, The Row, Theory, Altuzarra, Rosetta Getty und, was für eine wunderschöne Präsentation, Mansur Gavriel.

Seit einigen Jahren schreibt meine Freundin Elisabeth im ZeitMagazin die Kolumne „Die trinkende Frau“. Ich finde: viel zu selten. Obwohl es für ihre Gesundheitbestimmt besser ist, dass die Kolumne nicht öfter erscheint. Jede ist wunderbar, die aktuelle liebe ich besonders: „Über die Gier nach Bier“.

Der Held im neuen Film von Pixar heißt Arlo. Wir hatten damit nichts zu tun.

Me: „Put your shoes on“.
Child: „Let the games …“
Me: „Nonononono …“
Child: „BEGIN!“
Me: „Just put your shoes on.“
Child: „In the vacuum of space, are there free-floating molecules?…“
Jedes Gespräch zwischen Eltern und Kindern in vier Unterhaltungen. Tränen gelacht. Dann Tränen geweint, als mir klar wurde, dass das die nächsten, och, 18 Jahre werden. (Danke, Mosch)

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1 Kommentar

  1. Farbenfreundin (@farbenfreundin)
    Posted 19. April 2016 at 18:23 | Permalink

    Diesen Beitrag aus 2015 hatte ich doch tatsächlich überblättert. Ach, dabei so schön, so fein geschrieben, mit so vielen kleinen Tipps und Inspirationen … wunderbar!
    Danke. Und bitte nicht aufhören mit spruced.

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